Mit Vorgaben Arbeiten

16.03.2011 Gepostet in Allgemein, Presets

Hallo zusammen!

Heute möchte ich mal auf Vorgaben eingehen. In etlichen Blogbeiträgen hier haben wir immer mal wieder über Vorgaben gesprochen oder sie empfohlen anzulegen. Aber wie legt man denn überhaupt Vorgaben an!? Was für Vorgaben machen Sinn? Was sollte man beachten? Heute ein kleiner Einblick in meine Arbeitsweise bei Vorgaben. Ich betone dies nur deshalb, weil es meine persönliche Vorgehensweise beschreibt und nicht wie man Vorgehen “muß”.

Zu allererst: wo finden wir die Vorgaben denn überhaupt? Im Entwickeln Modul auf der linken Seite in den Bedienfeldern …

Der Screenshot zeigt meine Vorgaben, wie ich sie bei meiner Arbeit mit Lightroom nutze. Unschwer zu erkennen habe ich auch noch ein paar Vorgaben, die Matthias erstellt hat. Wie man an den Bezeichnungen eventuell sieht, gehen wir grundsätzlich unterschiedliche Wege bei der Erstellung von Vorgaben: Matthias erzeugt mit seinen Vorgaben komplette Bildlooks, meine Vorgaben hingegen verändern nur bestimmte Bereiche der Bearbeitung. Doch eins nach dem anderen.

Schauen wir uns erst einmal an wie man eine Vorgabe erstellt. Ein Klick auf das + in der Vorgaben Titelleiste öffnet ein Fenster in dem wir angeben müssen, welche Veränderungen wir denn überhaupt in unserer Vorgabe wollen …

Zu allererst vergeben wir einen Namen für die Vorgabe, gefolgt vom Ordner, in dem die Vorgabe gespeichert werden soll. Möchte man hier einen Ordner kreieren, so klickt man auf das Dropdown Feld und wählt ‘Neuer Ordner …’ aus. Als nächstes folgen die automatischen Einstellungen. Diese sind bei mir stets deaktiviert. Ich möchte Veränderungen an meinen Bildern schön selber beeinflussen. Als nächstes folgt die größte “Abteilung”, die Einstellungen. Hier müssen wir angeben, welche Änderungen in der Vorgabe gespeichert werden sollen. In meinem Beispiel habe ich mir z.B. eine Vorgabe für auf meine Kamera angepasste Rauschreduzierungswerte definiert. Daher auch nur der Haken bei ‘Rauschreduzierung’ inklusive ‘Luminanz’ und ‘Farbe’.

Was lässt sich denn nun alles als Vorgabe speichern? Im Prinzip jede Einstellung im Entwickeln Modul die von Standardwerten abweicht. Schauen wir uns z.B. den ‘Schwarzwert’ in den Grundeinstellungen an, so ist dieser im Standard auf +5. Wenn ich meine Bilder importiere, dann möchte ich hier aber immer einen Wert von 0 haben – also kann man sich z.B. eine Vorgabe anlegen, die einfach den ‘Schwarzwert’ anpasst und nach dem Import auf alle Bilder anwenden. Noch geschickter ist es allerdings, wenn man gleich beim Import der Bilder eine gewünschte Vorgabe automatisch anwendet. Wie man in der ersten Garfik unschwer erkennen kann habe ich z.B. eine Vorgabe ‘D700 Allg. Profil, Schwarz 0′. Und genau diese Vorgabe wende ich auf alle Bilder an, die ich nicht im Studio gemacht habe. Wo gibt man eine solche Vorgabe an? Im Import Dialog: dort finden wir auf der rechten Seite ein ‘Während des Importvorgangs anwenden’ – und dort in den ‘Entwicklungseinstellungen, befinden sich alle abgespeicherten Vorgaben …

Wähle ich also dort eine Vorgabe aus, so wird diese direkt nach dem Import auf alle importierten Bilder angewendet. Natürlich auch wunderbar geeignet, um Kameraprofile gleich beim Import anzuwenden – deswegen hier auch ‘D700 Allg. Profil’.

Ich hoffe ich konnte Euch ein wenig dazu animieren, auch mal das ein oder andere als Vorgabe zu speichern. In meinem Workflow brachten mir die Vorgaben eine ordentliche Verkürzung der Bearbeitungszeit – wer kennt das nicht und hat sich dabei erwischt bei 50 Bildern immer ein und dieselben Werte immer und immer wieder einzustellen? Vorgabe erstellen – *klick* – Fertig!

An dieser Stelle vielleicht noch der Hinweis das es mittlerweile etliche Seiten im Netz gibt, die kostenlos Vorgaben zum Download anbieten. Zauberwort hier bei der Google-Suche: “Lightroom Vorgaben” bzw. “Lightroom Presets”.

Fragen? Fragen!

Gruss, Micha …

6 Kommentare zu “Mit Vorgaben Arbeiten”

  1. Sascha Basmer schreibt:

    Micha du bist der Beste!

    danke für diesen Artikel!
    Der erspart mir jede Menge Arbeit… *smile*

    Beim Artikel zu ColorKeys habe ich nömlich erwähnt, dass ich mir verschieden Einstellungen für ColorKeys als Vorgabe anlegen werde um Zeit zu sparen…

    Daraufhin habe ich einige Mails und Anfragen über Facebook bekommen, wie man dies umsetzt…

    Statt nun jedoch immer eine Antwortmail zu schreiben, in der ich das Prozedere erkläre, kann ich nun auf den Artikel verweisen!

    DANKE, DANKE, DANKE!!!

    Beste Grüße
    Sascha


  2. Christof schreibt:

    Klasse Beitrag Micha!

    Was wären wir nur ohne Dich und den Blog! Sogar ich hab keine Fragen mehr – dass will was heissen!

    LG


  3. PhotoAlex schreibt:

    Ich arbeite sehr gerne mit Vorgaben, eigenen und fremden. Ich probiere immer einige bei neuen Bildern aus, von denen ich denke das passt gar nicht. Dabei kommen echt geile Bildlooks zustande. :)


  4. Yvi schreibt:

    Hallo Micha,

    vielen Dank für den wiedermal einfach beschrieben Blogeintrag.
    Ich war nämlich auch eine, die den Sascha anschrieb, wie man so eine Vorlage abspeichert…

    Danke!

    Yvi


  5. Deckkraft bei Vorgaben anpassen | lightroom-blog.de schreibt:

    [...] als Zugabe zu Michas Artikel über das Arbeiten mit Vorgaben stelle ich euch das kostenlose Plug-in “The Fader” für Lightroom 3 vor, das hier [...]


  6. EMQI schreibt:

    Hallo Micha

    Gibt es eine Möglichkeit, bei den Presets nachzuschauen, welche Einstellungen “wirken” ?
    Bei Anlegen einer neuen Vorlage erscheint ja automatisch
    die Einstellungsauswahl, beim Anwenden der Vorlage ist dieses Infofenster nicht verfügbar. Zumindest konnte ich es nicht finden.

    VG

    EMQI


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