Fluch und Segen des Bibliothekfilters

10.02.2012 Gepostet in Allgemein, Lightroom

Hallo Leute,

nutzt ihr intensiv den Bibliotheksfilter mit seinen Möglichkeiten, nach bestimmten EXIF- oder Metadaten und verschiedenen Attributen zu suchen? Dann ist euch sicherlich schon mal der Vor- und Nachteil der Echtzeitaktualisierung aufgefallen. Warum dies in Lightroom 3 ein Risiko birgt und wie Lightroom 4 dieses Risiko vermindert, erkläre ich euch im heutigen Beitrag.

Aber mal der Reihe nach: Wenn ihr nur nach EXIF-Daten sucht, kann nichts passieren, denn diese Daten können nicht verändert werden.

Wenn ihr nach anderen Metadaten wie Beschriftung, Land oder Ersteller sucht, heißt es mitdenken. Ich beispielsweise überprüfe von Zeit zu Zeit, ob alle Bilder eine Stadt in den Metadaten eingetragen haben. Im Screenshot seht ihr, dass sieben Bilder keine Information über die Stadt beinhalten:

Mit einem Klick auf “Unbekannte Stadt” erhalte ich dann die sieben Fotos angezeigt. Nun kann ich einfach im Metadatenfeld “Stadt” etwas eintragen – und hier kommt nun der Haken. Nach Bestätigung der Änderung des Metadatenfelds springt die Echtzeitaktualisierung an. Das Kriterium “Metadatenfeld Stadt ist leer” trifft nicht mehr zu und die Fotos sind aus der Auswahl verschwunden.

Dieses Verhalten ist natürlich einerseits toll und wünschenswert. Anderseits ist es aber auch unglaublich nervig, wenn man die Auswahl behalten will! Das ist zum Beispiel dann wichtig, wenn die Änderungen gleich mit STRG-/CMD-S in die Dateien gespeichert werden sollen oder man generell noch andere Arbeiten mit den ausgewählten Bildern machen will.

Deshalb rate ich euch: Sucht eure Fotos nach bestimmten Kriterien, aber VOR der Änderung würde ich alle Bilder markieren (STRG-/CMD-A) und den Filter wieder durch einen Klick deaktivieren. Dadurch kommt ihr zurück in die Rasteransicht, aber eure Fotos sind weiterhin markiert. Ändert ihr danach die Metadaten, bleibt auch die Auswahl bestehen und ihr könnt anschließend die Dateien speichern oder mit ihnen weiterarbeiten.

Natürlich besteht dieses “Problem” auch in Lightroom 4. Dort gibt es nun allerdings endlich die Möglichkeit, per Smart Sammlung nach einem geänderten Metadatenstatus zu suchen. Somit kann man die Echtzeitaktualisierung meistens außer Acht lassen und einfach am Ende des Tages gesammelt alle ungespeicherten Metadaten in die Dateien schreiben.

Habt ihr noch Fragen?

Viele Grüße
Christian

2 Kommentare zu “Fluch und Segen des Bibliothekfilters”

  1. misterlightroom schreibt:

    Hallo.

    Der Bibliotheksfilter ist ein mächtiger Verbündeter bei dem Aufspüren von bestimmten Fotos. Wer ihn schon öfter benutzt hat, weiß GENAU wovon du sprichst.
    Vielen Dank für den Hinweis.

    Je nach Umfang der Auswahl nutze ich in solchen Fällen gerne die SCHNELLSAMMLUNG als “Zwischenlager”.

    Viele Grüße,

    Ralf


  2. Gerd Maron schreibt:

    Ist schon eine tolle Sache mit dem Filtern. Aber wie löscht man z.B. Ortsnamen die falsch geschrieben wurden? Diese erscheinen dann immer wieder als Vorschlag .

    LG
    Gerd


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