Kameraprofile auf mehreren Rechnern

18.05.2011 | 4 Kommentare | 4,491 Mal gelesen. | Gepostet in Allgemein, Lightroom

Hallo zusammen,

der Trend geht zum Zweitrechner. Oder sagen wir mal so: viele User haben eben nicht nur einen Rechner am Arbeitsplatz, sondern auch eine “mobile Maschine”. Oder man hat einen Rechner im Büro, den zweiten unterm heimischen Schreibtisch, oder oder oder … Aufgrund eines Kommentars zu einem Artikel mit ähnlichem Thema, habe ich mich erneut mit der Frage “Profile und deren Nutzung” beschäftigt und möchte hier kurz beschreiben, wie sich Kameraprofile auf mehreren Rchnern nutzen lassen.

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Colorchecker Kameraprofil – 2 Rechner – DNGs

4.01.2011 | 4 Kommentare | 3,117 Mal gelesen. | Gepostet in Beta, Lightroom

Hallo zusammen!

Der heutige Blogeintrag ist das Resultat einer Anfrage eines fleissigen Bloglesers hier. Sinngemäß lautete die Frage …

“Ich fotografiere am Ort A mit korrektem Weißabgleich und eingebundenem Kameraprofil, was ich mir jeweils mit dem Colorchecker während des Shootings erstelle. Wenn ich jetzt meine DNG Files mit nach Hause nehme, ist das Kameraprofil wie alle anderen Anpassungen ebenfalls mit im DNG?”

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Kameraprofile erstellen mit dem Colorchecker Pocket

30.05.2010 | 15 Kommentare | 9,722 Mal gelesen. | Gepostet in Allgemein, Lightroom

Wie schon im letzten Post angekündigt möchte ich Euch heute zeigen wie man mit dem Colorchecker Passport von X-Rite Kameraprofile erstellt.
Weitere Informationen sowie Trainings zum Colorchecker findet Ihr auch hier:
http://www.xrite.com/product_overview.aspx?ID=1257

Dem Colorchecker Passport liegt eine Software bei mit der sich auch innerhalb von Lightroom Profile erstellen lassen. Diese muss natürlich auch installiert werden und die Aufnahme vom Farbchart muss richtig belichtet sein.
Im Filmstreifen wird die Aufnahme mit dem Chart markiert und im Entwickeln Menü der Weißabgleich gesetzt. Das neutralgraue Feld befindet sich in er unteren Reihe (das dritte von links). Im oberen Teil vom Colorchecker finden sich noch weitere Felder für den Weißabgleich mit wärmeren und kühleren Farben die je nach Jahres- oder Tageszeit eventuell die bessere Wahl sind.
In meinem Fall habe ich das neutralgraue Feld gewählt und mit der Pipette den Weißabgleich gesetzt.

Danach wird die Datei exportiert:

und im nachfolgenden Fenster die Software unter “X-Rite Voreinstellungen” markiert. Unter “DNG-Profilname” wird dem Profil ein Name zugewiesen und mit einem Klick auf “exportieren” wird die Berechnung gestartet.

Der Vorgang dauert ca. 30 Sekunden und danach muss Lightroom neu gestartet werden damit sich das neue Profil in der Kamerakalibrierung aufrufen lässt.

Die Software hat nun alle 24 Messfelder im Farbton, Sättigung und in der Luminanz verglichen und korrigiert.
Allen weiteren Aufnahmen wo in dieser Situation erstellt wurden kann nun das Profil zugewiesen werden.

Eine  weitere Möglichkeit die Farben zu verändern:

Mit dem kostenlosen Programm “DNG Profile Editor” von Adobe hat man die Möglichkeit die Farben in der Sättigung, Farbton und Luminanz zu verändern und kann dem Profil noch eine Gradationskurve zuweisen. Hier der Link zum download: “http://labs.adobe.com/wiki/index.php/DNG_Profiles”>

Rechts vom Farbkreis sind die 24 Farben aufgelistet welche sich nacheinander verändern lassen. Die Veränderung wird sofort im Vorher-Nachher Vergleich angezeigt. Wer z.B gerne eine entsättigte Haut hat kann hier bei den Farbfelder für die Häuttöne die Werte verändern. Für Landschaftsaufnahmen kann man sich ein Profil mit satten Farben erstellen usw.
Wer hier etwas Zeit investiert und damit experimentiert kann hinterher mit verschiedenen Profilen eine Menge Zeit bei der Entwicklung sparen.


Viel Spaß beim Profile erstellen.

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Weißabgleich – mein Workflow

13.05.2010 | 5 Kommentare | 8,424 Mal gelesen. | Gepostet in Allgemein, Lightroom

In diesem Post möchte ich Euch meine Workflow zeigen zum Thema Weißabgleich bei outdoor Aufnahmen.

Viele Fotografen arbeiten mit einem Reflekor um das Sonnenlicht zu nutzen.
Die Zebra Version wird wohl die meist genutzte Oberfläche sein welche ein weiches und warme Licht erzeugt.
Zebra ist eine silber- Goldmischung welche die Farbtemperatur um 400 Kelvin senkt. 
Das Licht wird dadurch wärmer und hat mehr Gelb- Rotanteile.
Kommt jetzt hier noch eine warme Morgen- oder Abendsonne hinzu wird es oft zu warm.
Viele werden es kennen…..man sitzt zu Hause am PC und schiebt den Weißabgleich Regler hin und her. Das ganze kostet Zeit und nervt irgendwann.

Lightroom hat hierfür eine Pipette mit der ein Punkt im Bild neutralisiert werden kann.
Doch nicht immer bietet die Aufnahme eine graue Fläche an die neutral ist.
Gerade bei Aufnahmen im grünen sind solche Bildbereiche nicht vorhanden.

Mein Workflow dazu sieht so aus:

Ich arbeite mit einem Colorchecker Pocket von X-Rite welcher sehr gut mit Lightroom zusammen arbeitet. Mit der dazugehörigen Software lässt sich direkt aus Lightroom eine Kamerakalibrierung berechnen. Mehr zum Thema Kamerkalibrierung zeigt der nächste Beitrag in einer Woche.

Die Kamera stelle ich auf manuell ein um Belichtungsschwankungen der Zeit- oder Blendenautomatik zu verhindern.
Das Model nimmt den Colorchecker in die Hand und es erfolgt eine Aufnahme.
 

 

Das Histogramm zeigt, die Aufnahme ist richtig belichtet.

 

Mit der Pipette vom Weißabgleich klicke ich nun auf die neutralgraue Fläche (drittes Feld von links unten) und habe den Weißabgleich korrigiert.

 

im nächsten Schritt wird die Kamerakalibrierung aktiviert welche ich mit der Software von X-Rite und dem Chart direkt in Lightroom erstellt habe.
Die Software korrigiert alle Farbfelder in der Helligkeit, Farbton und Sättigung. Doch wie oben schon geschrieben gibt es mehr dazu im nächsten Post.

 

Im Filmstreifen werden nun mit gedrückter Shift-Taste alle weiteren Aufnahmen wo an diesem Ort mit den gleichen Einstellungen gemacht wurden markiert.
Der Button "vorherige" ändert sich zu "synchronisieren".

 

Mit klick auf "synchronisieren" öffnet sich ein Fenster wo ausgewählt wird was synchronisiert werden soll.
In diesem Fall aktiviere ich den Weißabgleich und Kamerakalibrierung.
Noch ein Klick auf "Synchronisieren" und alle markierten Aufnahmen werden korrigiert. Das ganze dauert ca. 1 Sekunde.

 

Schauen wir uns eine Aufnahme im Vergleich an. Links "Vorher" rechts "Nachher".

Ich finde den Unterschied krass !
Die Haut sieht natürlich aus und die Blüten sind weiß und haben satte Farben.
Das ganze mit zwei Einstellungen und der Synchronisierung.

So macht das Arbeiten Spaß :-)

 

Danach geht es weiter mit dem nächsten Bildpacket wo wieder bei der ersten Aufnahme der Colorchecker fotografiert wurde.
Mit diesem Workflow hat sich meine Bearbeitungszeit um ein vielfaches verkürzt.
 

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